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Oberstufe / BO

Oberstufe - Berufsorientierung (BO)

Praxistag
Wir lernen bereits in der siebten Klassenstufe Berufsbilder kennen, die in der achten Klasse vertieft werden.
Mit diesen Kompetenzen starten wir ab dem zweiten Halbjahr der achten Klasse in den sogenannten Praxistag. Wir suchen uns dafür einen Praktikumsplatz, der zu uns passt. Dabei erhalten wir gegebenenfalls Unterstützung durch die Lehrer oder Eltern.
Zu Beginn jedes Halbjahres (auch in der 9.Klasse) findet zunächst ein zweiwöchiges Blockpraktikum statt. Damit haben wir die Möglichkeit, uns  intensiv in unser Arbeitsfeld einzuarbeiten und einen tieferen Einblick in den Beruf zu erhalten. Anschließend besuchen wir jeden Mittwoch, bis zum Ende des (Halb- ) Jahres diesen Betrieb.
Häufig sind Chefs oder Betriebsleiter so zufrieden mit uns, dass sie uns in Aussicht stellen, uns  nach Beendigung der erlangten Berufsreife in ein Ausbildungsverhältnis zu übernehmen.
Wir werden im Praxistag eng durch einen Lehrer betreut, beraten und begleitet.
Der Praxistag wird mit uns schulisch oder auch außerschulisch vor- und nachbereitet. Die Schulen haben hier die Möglichkeit, zertifizierte außerschulische Partner einzubeziehen. Diese Kooperation hat in den vergangenen Jahren erfolgreich mit Frau Gorges stattgefunden (siehe Bilder: BO-Tag mit Fr.Gorges). Das Projekt STARK DURCHS LEBEN ist zertifizierter Träger zu Maßnahmen der Arbeitsförderung im Rahmen des rheinland-pfälzischen Praxistages an Schulen.

Wir versuchen uns als Kellner
Hier stellen wir einen Tannenbaum mit Hammer und Nagel her

BO inklusive
Im letzten Jahr hat sich die Altenbergschule erfolgreich für Fördergelder der DKJS (deutsche Kinder – und Jugendstiftung) beworben. Insgesamt 3000 Euro können wir in diesem Schuljahr nutzen, um die Berufsorientierung und Praktikumsvorbereitung an unsere Schule noch weiter auszubauen und zu verfeinern.
Dazu wurden Betriebe, mit denen wir schon über Jahre hinweg eine gute Zusammenarbeit pflegen gefragt, welche Voraussetzungen wir mitbringen müssen, um unser Praktikum noch erfolgreicher absolvieren zu können.
Ergebnis dieser Umfrage sind nun Vorbereitungskurse für uns nach Interessen. Im Moment sind die Lehrer in der Planung und Vorbereitung, aber es soll unter anderem ein Kurs für Lagerlogistik, Malerarbeiten, Tätigkeiten im Einzelhandel und Gastronomie geben. Dazu sind die Fördergelder sehr hilfreich, da sie den Lehrern die Möglichkeiten bieten, die Bedingungen vor Ort nachzubilden (z.B. Warenregal mit dem Ein -und Ausgänge von Waren simuliert werden, ein Geschirrset inklusive Besteck, Tischdecke und allem was so zu einem gut gedeckten Tisch gehört, um erste Erfahrungen in der Gastronomie zu simulieren,…)
Wir werden Sie über die weitere Entwicklung auf dem Laufenden halten.

Bis es soweit ist, haben die Lehrer im ersten Halbjahr schon zahlreiche Betriebsbesichtigungen organisiert, um uns bei der Praktikumsplatzwahl zu unterstützen. Im Folgenden ein kleiner Eindruck aus dem 1.Halbjahr 2025:

BO-Tag Forst Hinterweidenthal
Am 02.09.2025 sind wir - eine Gang aus 5 Schülern, Frau Albrecht und Frau Mathis - gemeinsam zum Forst nach Hinterweidenthal gefahren. Dort hat uns Herr Dittrich empfangen und uns alles rund ums Thema Forst ganz genau erklärt: welche Ausbildungen man beim Forst machen kann, welchen Schulabschluss man für was benötigt und worauf geachtet wird bei Einstellungstests. Wenn man gerne im Wald arbeitet und noch nicht weiß, ob die Arbeit beim Forst das Richtige ist, kann man auch ein Freiwilliges ökologisches Jahr beim Forstamt machen. Nachdem alle mal eine Motorsäge in die Hand nehmen durften, ging es los mit der Arbeit. Jeder Schüler und auch die Lehrer durften ein Vogelhäuschen mithilfe einer Anleitung selbst bauen. Da waren wir ganz schön beschäftigt mit Sortieren, Messen, Sägen, Bohren und Nageln. Am Ende waren alle glückliche Besitzer eines Vogelhäuschens. Vielen herzlichen Dank lieber Herr Dittrich!

BO-Tag Stiftsgut Keysermühle
Am 09.10.2025 haben wir - eine Gruppe aus 10 Schülern zusammen mit Frau Sarter und Frau Mathis - einen Berufsorientierungstag am Stiftsgut Keysermühle in Klingenmünster verbracht. Dort angekommen sind wir sehr herzlich begrüßt worden von Dietmar Ahle und seiner Kollegin Jeanette. Von dort aus sind alle in ihren Teams im Einsatz gewesen. Im Bereich Technik konnten die Schüler Erfahrungen beim Sägen und Aufschichten von Stammholz sammeln. Die Gruppe Garten kümmerte sich um das Aufräumen des überschüssigen Totholzes. In der Küche bereiteten die Schüler gemeinsam mit dem Koch und der Bäckerin das Mittagessen und das Gebäck zu und konnten Einblicke in eine Restaurantküche nehmen. Auch im Bereich Housekeeping lernten die Schülerinnen einiges über den Zimmerservice und das Betten machen. Nach getaner Arbeit wurden beim gemeinsamen Mittagessen die Erlebnisse des Tages ausgetauscht und es wurde sichtbar: alle waren mit großer Freude dabei! Vielen lieben Dank liebe Jeanette und lieber Dietmar für euer pädagogisches Feingefühl und die Weitergabe eurer eigenen Begeisterungsfähigkeit.

Paula und Anja unterstützen den Zimmerservice
Even voll in seinem Element
Silja hilft bei der Vorbereitung unseres Mittagessens

BO-Tag im Wohnpark in Bad Bergzabern
Am 16.09.25 bekamen wir die Gelegenheit verschiedene Tätigkeitsfelder im Wohnpark kennenzulernen. In Kleingruppen haben wir die Arbeit in den Wohngemeinschaften, der Tagesgruppe und in der Küche kennengelernt. Wir durften in der Tagesgruppe mit den Bewohnern das Basteln und ein Gedächtnistraining unterstützen. In der Küche haben wir beim Zubereiten der Speisen, beim Spülen und Eindecken der Tische geholfen und so vielfältige Erfahrungen sammeln können. In den Wohngemeinschaften haben wir die Bewohner mit Spielen und Rätseln beschäftigt oder auch beim Tisch decken und Essen anrichten geholfen. Jung wie auch Alt haben den Kontakt sehr genossen und haben einen tollen Tag miteinander verbringen dürfen. Dem ein oder anderen hat es sogar so gut gefallen, dass er für ein Praktikum wiederkommt.

BO-Tag beim SBK in Landau
Im Rahmen der Berufsorientierung haben wir am 25.09.25 an einem Infotag bei SBK teilgenommen. Wir wurden mit kleinen Überraschungen (Sonnenbrillen, Kugelschreibern…) und einer Auswahl an Kaltgetränken von der Ausbildungsleitung persönlich empfangen und haben einen Überblick über die Ausbildungsmöglichkeiten vor Ort erhalten. Danach wurden wir in Kleingruppen eingeteilt und durften uns in verschiedenen Arbeitsbereichen erproben. Die erste Station war die Kasse. Hier durften wir selbst ans Band und scannen. In der Obst- und Gemüseabteilung haben wir gelernt, wie man am besten die frische Ware verräumt und ansprechend anrichtet. Weiter ging es ins Lager, wo wir neu eingehende Waren gescannt haben und das Getränkelager und dessen Abläufe kennengelernt haben. In der Molkereiprodukteabteilung wir neue Ware einräumen und bestehende Produkte reduzieren. Die Mitarbeiter waren hier sehr geduldig und nett und haben sich viel Zeit für uns genommen. Zum Abschluss gab es eine gemeinsame Reflexion und als Snack noch frische Fleischkäsebrötchen aus dem Markt.
Auch hier haben wir so sehr Gefallen an der Tätigkeit gefunden, dass sich der ein oder andere für ein Praktikum bei SBK entschieden hat.

Harjit beim Scannen an der Kasse

Was aber tun nach einem erfolgreichen Abschluss an der Altenbergschule??
Uns stehen je nach unseren Voraussetzungen folgende Möglichkeiten im Anschluss an die Altenbergschule zur Verfügung:


1. KOA
Ziel des besonderen 10. Schuljahres in der RS+ im Alfred Grosser Schulzentrum, ist es, Schülerinnen und Schülern ohne Chancen auf einen Berufsreifeabschluss aus der RS+ zusammen mit uns in einer eigens dafür eingerichteten Klasse zu einem erfolgreichen Abschluss und zu einem Ausbildungsvertrag zu führen. Innerhalb des Projektes nehmen vor allem die Berufsorientierung und der Praxisbezug einen hohen Stellenwert ein. An drei Tagen lernen wir gemeinsam in der Schule und an den anderen zwei Tagen arbeiten wir in unserem Betrieb. Gemeinsam mit außerschulischen Kooperationspartnern entwickeln wir Qualifikationen, die uns auf die Berufswelt vorbereiten. Wir lernen und arbeiten sehr praxisorientiert und engagieren uns durch Kooperationen auch für die Allgemeinheit (Schuljahr 2025/26: Haus der Familie, Wohnpark,...).


2. BVJ
Das BVJ ist ein schulischer Bildungsgang, der der Berufsvorbereitung dient. Diese vollzeitschulische Maßnahme ist für Schüler gedacht, die nach der Beendigung oder dem Abbruch der Schule weder einen Ausbildungsplatz finden noch weiterführende Schulen besuchen, aber noch der Schulpflicht unterliegen. Das BVJ ist auch für Schüler geeignet, die noch nicht wissen, welche berufliche Richtung sie einschlagen wollen:
Die Schüler können durch das BVJ ihre Schulpflicht erfüllen und gleichzeitig den Berufsreifeabschluss erwerben. Im BVJ wird berufliches Grundwissen in einer oder mehreren Berufsfeldern vermittelt: Es dient somit auch der beruflichen Orientierung, neben der Erweiterung der Allgemeinbildung und dem Erwerb von grundlegenden Schlüsselqualifikationen, die zu einer (verbesserten) Ausbildungsreife führen sollen.

3. Nordringschule Landau
Noch haben motivierte und leistungsstarke Schüler an der Nordringschule in Landau die Möglichkeit durch den Besuch des freiwilligen 10.Schuljahres den Berufsreifeabschluss zu bekommen.
Die Klassenkonferenz kann eine Empfehlung zum Besuch des freiwilligen 10. Schuljahres nur aussprechen, wenn in den Fächern Deutsch, Mathematik und im naturwissenschaftlichen Aufgabenfeld (Biologie, Chemie, Physik) Leistungen nachgewiesen werden, die einen erfolgreichen Abschluss der Berufsreife erwarten lassen.